Zweite Zufahrt für Travemünde, jetzt!

Die Hansestadt Lübeck hat eine Machbarkeitsstudie zum Thema „Anbindung Travemünde“ vorgelegt, bei der 5 Varianten einer zweiten Zufahrt nach Travemünde untersucht werden. Sie kommt dabei zu der Ansicht, dass bis 2035 keine zweite Zufahrt benötigt wird.

Aber Travemünde wächst, rund 1000 neue Wohnungen werden in den Bereichen Baggersand, Fischereihafen, Neue Teutendorfer Siedlung in den nächsten Jahren fertiggestellt. Der damit verbundene Verkehrszuwachs und die steigendendes Touristenzahlen lassen noch mehr Staus und Umweltbelastungen für das beliebte Ostseebad erwarten. „Deshalb fordern wir, Die Unabhängigen, dass jetzt gehandelt werden muss!“, sagt Michael Matthies, baupolitischer Sprecher der Fraktion. „Travemünde baucht jetzt eine zweite Zufahrt und nicht erst in zehn Jahren!“

In der Machbarkeitsstudie werden auch künftige Trassen als Anbindungen diskutiert, die quer durch Ortsteile verlaufen oder zusätzliche Bahnüberquerungen mit sich bringen werden, da sie westlich der Bahnlinie liegen.
„Diese werden keinen spürbaren Entlastungseffekt für den bisherigen Zubringer Gneversdorfer Weg mit sich bringen“, sagt Matthies. „Lediglich die vorgeschlagene Variante 1, eine östliche Trassenführung parallel zum Bahndamm und Skandinavienkai, lässt die geringsten Nachteile für die Bewohner Travemündes und maximale Entlastung für die Knotenpunkte im Ort erwarten. Auch die vom Hafenbetreiber immer wieder vorgebrachten Sicherheitsbedenken entfallen hierbei, erhebliche Eingriffe in die Natur und Eigentum der Bewohner werden ebenfalls vermieden. Die Unabhängigen setzen sich dafür ein, dass die Verwaltung mit hoher Priorität in eine genauere Planung der Variante 1 einsteigt und diese dann baldmöglichst der Öffentlichkeit präsentiert.“